DC-Motoren

Mobilität auf dem Green

Mobilität auf dem Green

Die Zahl der organisierten Golfspielerinnen und Golfspieler in Deutschland wächst – gerade seit der Corona-Pandemie. Die richtige Ausrüstung, die volle Konzentration auf das Spiel ermöglicht, ist ein Muss. In den Elektro-Golfcaddys von GolfQuant sind leistungsstarke DC-Motoren von maxon verbaut, die Golfer selbst in alpinem Gelände nicht ins Schwitzen bringen. 

Vor ihm erstrecken sich saftig grüne hügelige Wiesen, lediglich unterbrochen von einem flachen See, in dem sich das schneebedeckte Berggipfelpanorama spiegelt. Er hört nur Vogelgezwitscher, als er zum Abschlag ansetzt.  Was für den (Alpin-)Golfer das Ideal ist, birgt einige Herausforderungen für dessen Ausrüstung. Ein 18-Loch-Golfplatz belegt zwischen 60 und 90 Hektar Fläche, der Spieler und sein Golftrolley legen somit rund 5 bis 7 km an Strecke zurück. Zudem ist der Trolley − das ist der Wagen, auf dem das Cartbag befestigt wird – jeglichen Witterungen und Temperaturspannen von Minusgraden in den frühen Morgenstunden bis zu 35° Celsius am Mittag ausgesetzt.  

Langlebigkeit spielt laut Udo Hübner, Geschäftsführer und Gründer der GolfQuant GmbH, eine große Rolle: „Auf dem Golfplatz ist es nicht immer eben. Ein Golfcaddy rollt über holpriges Gelände und das im besten Fall ein Leben lang. Daher muss alles, von den Schrauben über Gelenke bis hin zu Motorgröße und Gesamtoptik, eine Einheit bilden.“ In den Elektro-Modellen des hessischen Premium-Golfcaddy-Herstellers sind Gleichstrommotoren der DCX-Reihe von maxon verbaut. 

Nachhaltiges Qualitätsprodukt aus Deutschland 

Hübner, der selbst 15 Jahre lang in der Fertigung und Entwicklung bei einem Premium-Golftrolley-Unternehmen tätig war, hat sich bei der Gründung seines Start-ups 2014 ein klares Ziel gesetzt: ‚Ein Quantum Anders‘ lautet das Unternehmensmotto. Die Golfcaddys von GolfQuant zeichnen sich durch ein einzigartiges Design sowie innovative und intelligente Handhabung aus. Ein ideales Zusammenspiel von Form und Funktionalität für den Golfer stehen im Vordergrund. Besonders wichtig sind dem Unternehmer Nachhaltigkeit und Langlebigkeit: „Wir fertigen in unserer Caddy-Manufaktur in Büdingen ein deutsches Qualitätsprodukt“, betont er stolz. Die Titanrahmen der Golfcaddys werden von Hand gebogen, gefräst und nachbearbeitet, auch die Näharbeiten werden in Handarbeit verrichtet. In puncto Elektronik und Antriebssystem arbeitet GolfQuant ausschließlich mit europäischen Herstellern zusammen. „Wir legen Wert auf Qualität und haben kurze Lieferantenwege, unsere Produkte können in unserer Manufaktur repariert und immer wieder auf den aktuellen Stand gebracht werden. Das sichert Arbeitsplätze in Deutschland und schont dazu noch die Umwelt“, sagt Hübner.  

maxon begleitet den Caddy-Experten bereits sein gesamtes Berufsleben: Die Eigenschaften der DC-Motoren, allen voran Langlebigkeit, Wirkungsgrad und Stromverbrauch, des Schweizer Antriebsspezialisten übertreffen laut Hübner im Vergleich zu Marktbegleitern die Werte für das Anwendungsfeld der Golftrolleys. „Der Einsatz von maxon Produkten in unseren Golfcaddys war der einzig logische Schritt – denn die Qualität der Motoren überzeugt“, führt er aus.  

In den drei Modellvarianten der Titan-Elektro-Golfcaddys von GolfQuant ist der DCX 35 L von maxon verbaut. Der bürstenbehaftete Gleichstrommotor mit 35 mm Baugröße ist mit Graphitbürsten und vorgespannten Kugellagern ausgestattet. Dieser Antrieb zeichnet sich durch eine hohe Drehmomentdichte, ein robustes Design und seine Laufruhe aus. Genau diese Eigenschaften sind auf dem Golfplatz gefordert. Denn das Gelände verursacht massive Vibrationen, was wiederum hohe Wechselbelastungen auf den Motor erzeugt.  

Geräuscharm auf dem Green 

Mittels der einzigartigen eisenlosen Wicklung, hat der DCX 35 L Motor ein Nennmoment von 128 mNm. Im Vergleich dazu: Ein eisenbehafteter Standardmotor erreicht nur etwa ein Drittel dieses Drehmomentwertes, nämlich rund 40 mNm. Mit den maxon DCX-Kleinantrieben passieren die GolfQuant Caddys auch Steigungen in alpinem Golfgelände mühelos.  

Des Weiteren ist Golf eine ruhige Sportart: Ein geräuscharmer Golfcaddy ist Voraussetzung für die Konzentration der Golfer. Hier punktet der maxon Motor, denn üblicherweise würden die Ritzel bei Motor-Getriebe-Kombinationen auf die Welle aufgepresst oder geschweißt. „Eine Besonderheit bei unserer DCX-Kombination ist, dass die Motorwelle direkt verzahnt ist. So erreichen wir einen besseren Rundlauf und die bestmögliche Geräuschoptimierung“, erklärt Thilo Asprion, Sales Engineer bei maxon Germany.   

„Partnerschaft auf Augenhöhe“ / Intelligenz im Antrieb 

Die Zusammenarbeit zwischen maxon und GolfQuant verläuft seit Gründung des Caddy-Produzenten, also nunmehr zehn Jahren, sehr partnerschaftlich und auf Augenhöhe. „Wir haben das Produkt über die Jahre hinweg im stetigen Expertenaustausch optimiert“, berichtet Asprion. Gerade in der Kombination von Motor und Lithium-Ionen-Akku konnte der Caddyproduzent mehr Leistung aus dem Golftrolley erzielen als etwa mit anderen Motorherstellern, ergänzt Hübner.  

Die Premium-Golfcaddys sind mit effizienter Motorelektronik sowie eigens von GolfQuant entwickelter Sensortechnik ausgestattet, die dem Golfer viele Erleichterungen bieten. „Die Sensortechnik haben wir gemeinsam mit maxon individuell auf den Motor angepasst. So haben wir etwa die Möglichkeit, einen elektronischen Hangausgleich zu gewährleisten“, erklärt Hübner. Der Nutzer muss den Wagen nicht manuell am Hang korrigieren, denn der integrierte Spurhalteassistent gewährt trotz einer Links- oder Rechtsneigung des Hangs einen automatischen Geradeaus-Lauf. Außerdem bieten die Elektrocaddys Kipp- und Neigungssensoren, einen elektrischen Rückwärtsgang oder einen intelligenten Motorstart. Bei letzterem läuft der Golfer den Trolley zu Fuß an, der Trolley übernimmt automatisch die Geschwindigkeit und hält sie elektrisch bei. Bei dieser Funktion zeigt sich das perfekte Zusammenspiel der Stärken beider Partner. 

Golfsport verzeichnet Wachstum 

Ein Blick in die Zukunft zeigt: Golfen ist im Aufschwung. Die Anzahl der organisierten Golfspieler und Golfspielerinnen im Deutschen Golf Verband (DGV) ist in den vergangenen drei Jahren um mehr als 40.000 Personen gestiegen, das entspricht einem Plus von 6,3 %. 2022 verzeichnete der DGV rund 683.000 organisierte Golfspieler in Deutschland, so die Ergebnisse des Golfreports 2023 der Sommerfeld AG. Gerade die Corona-Pandemie hat der Sportart Auftrieb verliehen und verdeutlicht einen zunehmenden Wandel zum Breitensport. Das birgt Potenzial für kostengünstigere Caddy-Lösungen. „Derzeit bieten wir mit unserem 1e Golfcaddy ein Einstiegsmodell in die Premium-Titan-Klasse. Geplant ist, die 1e-Reihe um einen preiswerteren Titanwagen zu erweitern, den wir in Deutschland fertigen und der Golfern die Funktionen für ein bestmögliches Spielerlebnis bietet.“ Auch hier werden wieder die Motoren sowie das Know-how von maxon zum Einsatz kommen.  

Autorin: Nora Nuissl, externe Redakteurin im Auftrag von maxon  

Bilder: GolfQuant, Maxon 

Teilen

Fachartikel Antreiben