Künstliche Intelligenz
Revolutionieren KI-Copilots wirklich die Fertigung?
Dr. Michael Schrapp, Head of Industrial AI bei Siemens Factory Automation, sieht in generativer KI eine Schlüsseltechnologie für die Zukunft der Fertigung. KI-gestützte industrielle Copiloten unterstützen Mitarbeitende entlang der gesamten Wertschöpfungskette, helfen Fachkräftemangel zu bewältigen, Prozesse zu optimieren und die Produktion flexibler und effizienter zu gestalten.
Generative KI-gestützte industrielle Copiloten revolutionieren in der Tat gerade die Fertigung – und damit natürlich auch die Erwartungen. Denn ihr Einsatz bietet unseren Kunden viele Chancen, ihre täglichen Herausforderungen in der industriellen Produktion zu bewältigen. Sie müssen zum einen den Fachkräftemängel bewältigen, der sogar noch zunehmen wird. Generative KI unterstützt hierbei, denn mit ihrer Hilfe können Mitarbeiter ganz neue Aufgaben angehen, für die sie (noch) nicht ausgebildet sind. Zudem gibt es immer schnellere Innovationszyklen in der Produktion. Auch hier hilft die KI, denn sie ermöglicht unseren Kunden ihr Produktions-Setup schnell und flexibel umstellen.
Im Detail: Mit unseren Siemens Industrial Copiloten wollen wir Mitarbeitende in der Industrie entlang der kompletten industriellen Wertschöpfungskette unterstützen: vom Design eines Produkts hin zur Planung, über Engineering und Betrieb bis hin zum Service. Unsere Industrial Copilots bieten hier einige Vorteile: es lassen sich zum Beispiel Stillstandzeiten von Maschinen reduzieren, Menschen bekommen Hilfe bei schwierigen oder repetitiven Aufgaben – und das genau an dem Ort, wo sie in einer Fabrik benötigt wird und für alle verfügbar ist. Im Alltag einer Fabrik heißt das dann zum Beispiel, eine Person kann den Copiloten einfach fragen: Was muss ich tun, um die Maschine zum Laufen zu bringen? Wenn es dann nicht funktioniert, zeigt der Copilot potenzielle Fehlerquellen auf.
Gerade findet außerdem eine Entwicklung statt von industriellen Copiloten, die nicht nur Fragen beantworten, sondern auch handeln können, sog. Agenten. Das bedeutet, in einer Fabrik wird es zukünftig nicht nur KI-Hilfstools für die Mitarbeiter geben, sondern sie werden auch mit ganzen Systemen zusammenarbeiten – physischen und virtuellen Agenten. Ein konkretes Beispiel: Wenn eine Maschine im Werk kaputt geht und der Copilot das identifiziert, kann ein Agent zum Beispiel automatisch ein Ticket erstellen, ein anderer Agent kann dann direkt neue Ersatzteile bestellen, und ein dritter Agent einen Servicetechniker einbestellen. Wir sprechen dann von der Automatisierung der Automatisierung. Natürlich bleibt der Mensch aber trotzdem ein zentraler Bestandteil in diesem ganzen Prozess, indem er ihn überwacht und letztendlich die relevanten Entscheidungen trifft.
Welche großartige Unterstützung generative KI für Fabrikmitarbeiter bietet und wie gut sie angenommen wird, sehen wir zum Beispiel in unserem Gerätewerk in Erlangen. Die Menschen dort bewerten ihre eigenen Fähigkeiten und eigene Jobsicherheit höher aufgrund der Hilfe, die sie von den generativen KI-Assistenten bekommen. Sie können also mehr und anspruchsvollere Aufgaben machen als je zuvor.



siemens.com
























































































