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Umrichter der sich anpasst

Umrichter der sich anpasst

Seit Ende 2025 fahren Sie eine Kampagne mit dem Titel „Build your own system“. Was steckt dahinter?

Wenn ein Systemintegrator oder Maschinenbauer heute einen Antrieb benötigt, greift er häufig auf das Paket aus Motor und Umrichter (mit oder ohne Getriebe) eines Systemanbieters zurück. Das schränkt seine Wahlmöglichkeit von vornherein deutlich ein. Wir möchten unseren Kunden höchste Freiheitsgrade bei der wirtschaftlichen Optimierung und Zusammenstellung des eigenen Antriebsstrangs ermöglichen. Sie können sich damit unabhängig machen von vorgefertigten Antriebssystemen bestehend aus Motor, Getriebe und Umrichter. Wir liefern ihm dafür Frequenzumrichter, die sich mit jedem Motor zu einem hochperformantem System vereinen. Das ist die Basis für ein individuelles Antriebssystem. Dabei setzen wir auf maßgeschneiderte Lösungen und nicht auf Kompromisse. 

Das neueste Mitglied Ihrer Frequenzumrichter-Familie ist der INVEOR MC1. Wie repräsentiert dieses Gerät ihre Philosophie „Build your own System“?

Wir haben bei der Entwicklung unseres neuesten Mitglieds unserer INVEOR Familie besonders auf das Thema Modularität und Wirtschaftlichkeit geachtet. Insgesamt zeichnet sich der INVEOR MC1 durch folgende Hauptmerkmale aus. Er regelt alle Motorarten unabhängig von Motortechnologie, Hersteller oder IE-Klasse. Insbesondere auch Reluktanzmotoren können hochperformant sensorlos geregelt werden, was eine mögliche Antwort auf die Knappheit von Seltenen Erden sein kann. Dadurch bieten wir unseren Kunden maximale Flexibilität. Ebenso hat der Kunde bei der Zusammenstellung seines eigenen Systems die volle Preistransparenz und damit die Möglichkeit, Kosten im Antriebsstrang zu sparen. Das motormontierte Konzept macht gleichzeitig Schaltschrank und lange Motorkabel überflüssig. Dabei ist die Inbetriebnahme durch die automatische Motoridentifizierung und -parametrierung kinderleicht. Auch die mechanische und elektrische Integration des Frequenzumrichters ist durch das Adaptionskonzept und steckbare Verbindungen schnell und einfach gewährleistet. 

Welche Vorteile bringt es Kunden in der Intralogistik, mit dem INVEOR MC1 ein eigenes Antriebssystem zu gestalten?

Generell haben Kunden aus der Intralogistik durch unseren Ansatz die Möglichkeit, ihren Antrieb individuell aus Motor, Getriebe und Umrichter zusammenzustellen und nicht auf ein vorkonfiguriertes Gesamtsystem zurückgreifen zu müssen. Neben den erhöhten Freiheitsgraden kann er dadurch seine Wertschöpfungstiefe erhöhen und Kosten sparen. Mit seiner Überlastfähigkeit von 250 % trifft der INVEOR MC1 die Anforderungen der Intralogistik. Gleichzeitig verfügt er über eine parametrierbare DC-Haltebremsenansteuerung sowie eine Ethernet-Feldbusauswahl per Parameter und ist mit seinem robusten Alugehäuse (IP65/UL50 Type 4X) weltweit einsetzbar. Auch die Minimierung von Stillstandszeiten wurde bei der Entwicklung des Frequenzumrichters berücksichtigt. Parametersätze können einfach über microSD-Karten übertragen und durch die steckbaren Anschlüsse Geräte im laufenden Betrieb einfach getauscht werden. Die Geräte sind bereits CRA-ready und durch smarte Funktionen wie z. B. Vibration Monitoring zukunftssicher aufgestellt.

Dirk Fedder ist CEO bei der KOSTAL Drives Technology GmbH

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