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Fortschritte Richtung Klimaneutralität

Fortschritte Richtung Klimaneutralität

Im Geschäftsjahr 2022/ 23 hat NSK in Europa signifikante Fortschritte in Richtung Klimaneutralität gemacht. Wegen der strengeren Auflagen an die CO₂-Bilanzierung bietet die Zusammenarbeit mit einem umweltbewussten Anbieter von Antriebslösungen wie NSK Europe Anwendern deutliche Vorteile. 

 

NSK Europe arbeitet kontinuierlich an der Verbesserung seiner Umweltleistung und hat in den vergangenen zwölf Monaten klare Fortschritte bei einer Reihe von Schlüsselindikatoren erreicht, die das Unternehmen seinem Ziel der Klimaneutralität näher bringen.  

Aktuell sind die Aussichten gut, dass das Unternehmen das Ziel erreichen wird, die Scope 1- und Scope 2-Emissionen im laufenden Geschäftsjahr um 80 % im Vergleich zum Jahr 2017 zu reduzieren. Dazu haben diverse Investitionsmaßnahmen einen Beitrag geleistet – zum Beispiel die Installation von Gaskesseln im Werk Kielce/Polen. Sie ersetzen ältere kohlebefeuerte Kessel und werden die CO2-Emissionen voraussichtlich um bis zu 2.500 Tonnen pro Jahr reduzieren.  

Für das Europäische Vertriebszentrum (EDC) in Tilburg/Niederlande hat NSK mit dem Energieversorger einen Vertrag über die Lieferung von 100 % zertifiziertem Ökostrom abgeschlossen. Das wird CO2-Emissionen in Höhe von 400 Tonnen einsparen. Damit beziehen jetzt alle Produktionsstätten und Lager von NSK Europe Ökostrom und reduzieren die Scope-2-Emissionen des Unternehmens. Das passt gut zu den Langfristzielen von NSK Europe: Senkung der Scope 1- und 2-Emissionen bis 2026 und weitere Reduzierung dieser Emissionen auf Null bis 2030. 

Weniger Wasser und Abfall 

Die Reduzierung zum Beispiel des Wasserverbrauchs und der Abfallmengen wirkt sich ebenfalls positiv auf die CO₂-Bilanz aus. Auch hier hat sich NSK Europe Ziele gesetzt. Ein Beispiel: Im Geschäftsjahr 2023 soll der Wasserverbrauch um 6 % gegenüber 2017 sinken. Aktuell konnte das Werk Kielce seinen Wasserverbrauch um 500 000 Liter pro Monat senken – durch die Umstellung der Kühlung von Betriebspumpen auf ein Kreislaufsystem. 

Das Werk Newark / Großbritannien hat die erste Regenwassersammelanlage im Unternehmensverbund installiert und konnte dadurch im ersten Betriebsjahr rund 200 000 Liter Leitungswasser einsparen. Das aufgefangene „graue“ Wasser wird in den Toilettenanlagen verwendet. 

Bei den Abfallmengen hat NSK Europe in diesem Jahr eine Reduzierung von 16,5 % gegenüber dem Vorjahr erreicht. Der Recyclinganteil liegt bei 96,8 %. Die Reduzierung der Abfallmengen z. B. bei Metallspänen, Kühlschmierstoffen und ölhaltigen Reststoffen ist nicht nur aus Sicht der CO₂-Emissionen von großem Nutzen für die Umwelt und spart Kosten für Abfallbehandlung und -entsorgung. 

Noch mehr konkrete Beispiele 

Das Werk NSK Needle Bearing Poland (NNBP) verkauft rund 1 000 kg Holzpaletten pro Monat an einen Recyclingbetrieb. Die Produktionsstätte in Kielce nutzt jetzt wiederverwendbare Ölreinigungstücher und reduziert damit diese Art von Abfall um 22 500 kg pro Monat. Und im Werk von AKS Precision Ball Bearings in Żarów/ Polen wird Öl von Emulsionsabfällen getrennt, um das Recycling zu ermöglichen und pro Monat rund 1 000 kg weniger ölhaltige Abfälle zu erzeugen. 

Obwohl Verbesserungen in der Produktion den größten Einfluss auf die Nachhaltigkeit haben, können auch die Verwaltungs- und Logistikstandorte nennenswerte Beiträge zur Ressourcenschonung und Energieeinsparung leisten. Auch hierzu zwei Beispiele: In den Büros der Ratinger Europazentrale hat NSK große Teile der Beleuchtung auf LED-Lampen umgestellt, die rund 75 % weniger Energie verbrauchen. Und im Versand nutzt NSK jetzt zerkleinerte Kartonagen aus Pappe als Füllmaterial statt Luftpolsterfolie aus Kunststoff. 

Trotz des schwierigen Geschäftsklimas setzt NSK Europe weiterhin auf Umweltverbesserungen vor dem Hintergrund der strengen Ziele zur Reduzierung von CO2-Emissionen. Seit vielen Jahren gehört es zu den Unternehmenszielen, auf diese Weise einen Beitrag zum Aufbau einer nachhaltigen Welt zu leisten. 

 

Autor: Gerald Scheffels, freier Fachjournalist 

Bild: NSK Europe 

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