GO>>ing vun Meenz noh Kölle
Von links nach rechts – und wieder zurück
Zwischen Mainz und Köln liegen knapp 190 Rheinkilometer. Eine Strecke, die sich messen lässt – geografisch, historisch, kulturell. Doch wer glaubt, diese Distanz trenne Welten, irrt. Denn zwischen Dom und Dom, zwischen linker und rechter Rheinseite, zwischen Fastnacht und Karneval, zwischen Industrie und Medien entsteht ein Raum voller Gemeinsamkeiten. Ein Raum, in dem sich nicht nur Städte, sondern auch Ideen, Geschichten und Haltungen begegnen – so wie bei Igus und der Medienmarke GO>>ing. Ein kleiner Blick über den technischen Tellerrand…
Mainz bei Rheinkilometer 500, Köln irgendwo zwischen 671 und 711 – je nachdem, ob man Godorf oder Worringen zählt. Rechnet man grob, kommt man auf rund 188 Kilometer Rhein, die beide Städte verbinden. Doch der Rhein ist mehr als eine Zahl auf der Karte. Er ist Lebensader, Handelsroute, Erzählstrom.
Schon die Römer wussten das: Mogontiacum und Colonia Claudia Ara Agrippinensium waren strategische Schwergewichte, militärisch, wirtschaftlich und kulturell. Zwei Städte, gegründet aus derselben Logik heraus – Offenheit nach außen, Stabilität nach innen. Dieses Selbstverständnis wirkt bis heute nach.
Wenn die Welt Kopf steht: Fastnacht und Karneval
Mainz und Köln waren nie Provinz. Als mächtige Erzbistümer, als Kurfürstensitze, als Handelsplätze und Medienzentren prägten sie weit über ihre Stadtgrenzen hinaus Meinungen und Märkte. Beide haben einen Dom. Beide haben Erstligisten. Beide lieben den kollektiven Ausnahmezustand – sei es im Stadion oder auf der Straße.
Und dann ist da natürlich der Karneval:
In Köln regiert das Dreigestirn: Prinz, Bauer und Jungfrau. Närrische Herrscher auf Zeit, Symbol für Rollentausch, Freiheit und die Erlaubnis, Autoritäten auszulachen. Der Bauer trägt den Stadtschlüssel, die Jungfrau – traditionell von einem Mann gespielt – verkörpert Mutter Colonia. Spätestens wenn der Nubbel am Veilchendienstag verbrannt wird, sind alle Sünden vergeben. Aschermittwoch. Reset.
Mainz tickt anders, aber verwandt. Keine einzelne Herrscherfigur, dafür die Schwellköpp, der Bajazz mit der Laterne, der Till und die Moguntia. Figuren, die kommentieren, zuspitzen, den Finger in politische und gesellschaftliche Wunden legen. Hier wird nicht nur gelacht, hier wird geredet, gereimt, kritisiert.
Ob Kölle Alaaf oder Helau – der Kern ist derselbe: Karneval ist kein Kostümfest, sondern ein kollektives Lebensgefühl.
Bier, Wein – und Haltung
Kölsch oder Wein? Himmel un Ääd oder Spundekäs? Die Antwort ist einfach: beides, je nach Ort und Uhrzeit. Köln und Mainz waren jahrhundertelang Trink-, Handels- und Gesprächsstädte. In Köln mit über 100 Hausbrauereien, in Mainz mit Dutzenden Braustätten und starkem Weinbau.
Wichtiger als das Getränk ist das Drumherum: Kneipenkultur, Gespräche mit Fremden, Offenheit, kein ChiChi. Herz und Bauch statt Etikette. Das spontane Gespräch mit Fremden. Hier kommt man ins Reden. Und Zugezogene merken schnell: Man muss kein Rheinländer sein – man wird es.
Medien, Maschinen und Bewegung
Hier wird es besonders spannend. Denn genau an dieser Stelle treffen sich Igus und GO>>ing.
Igus, tief verwurzelt in Köln, ist internationaler Technologietreiber für Motion Plastics – für Bewegung ohne Schmierung, für Effizienz, für Industrie von morgen. GO>>ing wiederum ist eine Medienmarke, die genau dort hinschaut, wo sich Antreiben, Automatisieren, Robotik und Sensorik treffen. Nicht abstrakt, sondern nah an der Anwendung, nah an den Menschen, nah an den Geschichten hinter der Technik.
Beide bewegen sich mitten in der industriellen Realität, beide erzählen von Fortschritt – der eine mit Produkten, der andere mit journalistischem Blick. Und beide eint ein Ansatz, der überraschend rheinisch ist: nicht abgehoben, sondern bodenständig. Nicht laut, sondern relevant.
Unterwegs sein, um zu verstehen
Diese Haltung zeigt sich besonders dort, wo Technik nicht nur erklärt, sondern erfahren wird. Ein frühes Beispiel: die legendäre „iglidur on tour“-Weltreise in den Jahren 2014 und 2015. Ein Smart, ausgestattet mit 56 Polymer-Gleitlagern, unterwegs durch über 30 Länder, mehr als 100.000 Kilometer, reale Belastung statt Laborversprechen.
Dass daraus Jahre später die Idee einer Bike-Tour von Mainz nach Köln entsteht, ist kein Zufall. Rund 210 bis 230 Kilometer, langsamer, bewusster, näher dran. Eine Strecke, die Rhein, Industrie, Städte und Geschichten verbindet. Vom linken zum rechten Rheinufer – und geistig wieder zurück.
Gemeinsam unterwegs
Ob Stadt oder Unternehmen, ob Medienmarke oder Industrie:
Was Köln und Mainz, Igus und GO>>ing verbindet, ist nicht nur Historie oder Geografie. Es ist eine Haltung.
- neugierig statt bequem
- offen statt elitär
- unterwegs statt stehenbleiben
Vielleicht sind sie deshalb eher Cousins als entfernte Bekannte. Mit eigenem Dialekt, eigener Farbe, aber sofort vertraut. Oder, um es rheinisch zu sagen: Egal ob links oder rechts – Hauptsache, et jeht vöran.
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