GO>>ing vun Meenz noh Kölle
Zwei Städte mit Lebensgefühl
Mit der igus:bike-Tour verbindet Chefredakteur Dirk Schaar Technik, Storytelling und zwei rheinische Städte. Im ersten Teil des Interviews mit Team-Kollegin Ulla Winter spricht er über die Idee hinter der Tour, journalistische Motivation und die Liebe zu Mainz und Köln.
Wie und wann kam es zu deiner Idee, mit dem igus-Bike von Mainz nach Köln zu fahren?
Die Idee kam vor etwa drei Jahren, in dem Moment, als ich zum ersten Mal vom Kunststoffbike von igus hörte. Mich hat sofort gereizt, dass ein Unternehmen ohne Bike-DNA den Mut hatte zu sagen: Wir wollen ein Fahrrad entwickeln, dass zu über 90% aus Kunststoff besteht. Nach einer ersten kurzen Testfahrt bei einer Veranstaltung war klar, das ich das Bike nicht nur auf dem Werksgelände testen wollte, sondern auch auf der Straße. Der entscheidende Impuls kam dann mit der igus Bike World Tour vor zwei Jahren: Warum nicht eine eigene Strecke fahren? So entstand die Idee, die beiden Firmenstandorte Mainz und Köln zu verbinden – flach am Rhein entlang, aber mit maximaler Aussagekraft.
Welche journalistische Idee steckt dahinter? Und wie kam es zum Motto und Logo?
Die journalistische Idee war von Anfang an, Technik anders zu erzählen – nicht klassisch über Fachartikel, sondern unterwegs, multimedial und erlebbar. Die Tour soll zeigen, wie Storytelling auch im technischen Bereich über digitale Kanäle funktioniert: mit Reportagen, Videos und Einblicken in Automatisierungs- und Konstruktionstechnik, erzählt anhand sowohl eines technischen als auch eines Lifestyle-Objekts, dem Kunststofffahrrad. Es dient als Brücke zwischen Industrie und Anwendung und macht komplexe Themen greifbar.
Motto und Logo entwickelten sich fast spielerisch: Aus dem Namen unserer digitalen und redaktionellen Plattform GO>>ing heraus entstand die Idee, die beiden rheinischen Dialekte aus Mainz und Köln bewusst aufzugreifen und miteinander zu verbinden. Die Dialekte begleiten die Tour dabei ganz real rheinabwärts – vom Rheinhessischen, das man bis ins Mittelrheintal hört, über erste kölsche Einschläge ab Koblenz. Auch kulturell verändert sich die Reise: vom Wein zum Bier, vom Dornfelder zum Kölsch.
So entstand der Slogan „Go>>ing vun Meenz noh Kölle“. Da beide Städte einen Dom haben, war das Bild schnell klar: von Dom zu Dom. Diese Verbindung spiegelt sich auch visuell wider – im Logo treffen die beiden Dome und das Fahrrad aufeinander, ergänzt durch die Farben der Partner: das Orange von igus sowie Grün und Blau von GO>>ing. Alles zusammen wird so zum sichtbaren Zeichen für die Idee hinter der Tour.
Warum fiel die Wahl dabei auf eine Strecke von Mainz nach Köln?
Die Wahl der Strecke war naheliegend: Unsere beiden Unternehmen haben ihre Standorte in Mainz und Köln – also lag es nahe, genau diese miteinander zu verbinden. Die Tour mit einer Länge von etwas über 200 km ist dabei bewusst in drei Etappen aufgeteilt: vom Mainzer Dom nach Boppard, weiter in die Nähe von Bonn nach Bad Honnef und schließlich am letzten Tag bis nach Köln zum Dom. So wurde aus einer symbolischen Verbindung der Standorte eine klare, gut strukturierte Strecke.
Was machen für dich die beiden Städte aus?
Beide Städte sind für mich vor allem ein Lebensgefühl. Köln liebe ich trotz – oder gerade wegen – seiner Ecken und Kanten: rau, grau, aber herzlich und voller Lebenslust. Nur beim Fußball hört die Liebe kurz auf – als gebürtiger Mönchengladbacher ist der 1. FC Köln natürlich schwierig (lacht). Ansonsten steht Köln für mich für Karneval, rheinische Offenheit und ganz viel Musik: Brings, Cat Ballou, Kasalla oder BAP begleiten mich eigentlich das ganze Jahr. Köln ist für mich weniger eine Stadt als ein Gefühl.
Mainz ist meine Wahlheimat – und vom Charakter her Köln sehr ähnlich. Auch hier sind die Menschen offen, tolerant und gesellig, auch hier lebt man diese rheinische Frohnatur, selbst wenn wir offiziell in Rheinhessen sind. Dieses Gemeinsame, diese Lebenslust und Nähe zu den Menschen, spürt man in beiden Städten – und genau das macht sie für mich so besonders und so gut miteinander verbindbar.
Das Interview geht demnächst in einem neuen Blogartikel weiter. Also bleibt dran!...
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