Intralogistik

SSI Schäfer stattet Apotea mit einem vollautomatischen Lager aus

SSI Schäfer stattet Apotea mit einem vollautomatischen Lager aus

Am 17. Juni 2025 öffnete Schwedens größte Online-Apotheke Apotea die Türen zu ihrem neuen, hochautomatisierten Lager in Varberg, Schweden – einem hochmodernen Logistikzentrum mit einer Fläche von 30.000 m² und einer vollständig integrierten Automatisierungslösung von SSI Schäfer, einem weltweit führenden Lösungsanbieter für alle Bereiche der Intralogistik. Das Projekt wurde erfolgreich und termingerecht fertig gestellt und ist nun betriebsbereit. 

 

Das neue Lager wurde gezielt darauf ausgelegt, den wachsenden Anforderungen von Apotea gerecht zu werden. Die Schwerpunkte liegen auf Skalierbarkeit, Nachhaltigkeit und schnelleren Lieferungen in den Süden und Westen Schwedens. Die Anlage ist darauf ausgelegt, über 30.000 SKUs mit einem durchgängig effizienten und leistungsstarken Materialfluss zu bewältigen – mit mehr als 50.000 Aufträgen und über 150.000 Auftragszeilen pro Tag, wobei das System bei steigendem Bedarf auf bis zu 70.000 Bestellungen pro Tag erweitert werden kann.  

 

„Das neue Lager ist mit einer perfekten Automatisierungslösung ausgestattet, die in Zusammenarbeit mit SSI Schäfer entwickelt wurde. Sie macht unsere Prozesse noch effizienter, schafft Raum für zukünftiges Wachstum – und sorgt vor allem für schnellere Lieferungen an unsere Kundinnen und Kunden in Südschweden“, sagt Pär Svärdson, CEO von Apotea. 

 

Die Automatisierungslösung vereint eine Vielzahl modernster Technologien für eine leistungsstarke, flexible und zukunftssichere Lagerlogistik. Herzstück des Systems ist ein SSI Cuby Shuttlesystem mit 174 Shuttles und rund 87.000 Lagerplätzen, das eine hocheffiziente Lagerung und Verfügbarkeit von Waren ermöglicht. Ergänzt wird dieses durch ein automatisches Kleinteilelager mit fast 45.000 Lagerplätzen, an das A-Frames mit über 2.800 Produktkanälen angeschlossen sind – ideal für die schnelle und automatisierte Kommissionierung kleiner Artikel. 

Die A-Frames sorgen für eine besonders zügige Bearbeitung auch komplexer Aufträge, selbst in Spitzenzeiten. Zusätzlich kommen integrierte Kommissionierroboter eines Drittanbieters zum Einsatz, die eine schnelle und präzise Auftragsbearbeitung unterstützen. Für manuelle Prozesse stehen ergonomisch gestaltete Advanced Pick Stations auf nur einer Ebene zur Verfügung, die besonders für die schonende Handhabung empfindlicher Produkte konzipiert sind. Diese Arbeitsplätze lassen sich künftig in vollautomatische Stationen für die Einzelstückkommissionierung umwandeln. 

Eine umfassende Fördertechnik vernetzt alle Lagerbereiche miteinander und sorgt für einen durchgängigen, störungsfreien Materialfluss. Gesteuert wird das Gesamtsystem durch die WAMAS Warehouse Control System (WCS) Software, die eine Vielzahl an Kommissionierszenarien effizient abbildet. Das integrierte WAMAS Control Center ermöglicht zudem die lückenlose Überwachung und Steuerung aller Lagerprozesse. 

Zur Unterstützung des manuellen Kommissionierens großer Volumen wird auf Pick by Light zurückgegriffen, insbesondere beim Kommissionieren direkt von Paletten. Ergänzt wird das System durch BD Rowa™ Vmax Kommissionierautomaten, die ein sicheres und vollautomatisiertes Handling sowohl rezeptpflichtiger als auch freiverkäuflicher Medikamente gewährleisten. 

 

Dank des vollständig integrierten Systems kann Apotea den gesamten Auftragsfluss – vom Wareneingang bis zum Warenausgang – automatisch, mit hoher Präzision und Effizienz verwalten. „Wir sind stolz, erneut Teil der Automatisierungsinitiative von Apotea zu sein und als Komplettanbieter eine vollautomatische Lagerlösung bereitzustellen, die mit den zukünftigen Anforderungen mitwachsen kann. Im Vergleich zu unserem erfolgreichen Projekt in Morgongåva, Schweden, wird das neue Logistikzentrum vom ersten Tag an hochautomatisiert sein und 100 % der Bestellungen automatisch verarbeiten. Wir freuen uns darauf, unsere enge Partnerschaft fortzusetzen und gemeinsam Innovationen in der Logistik weiter voranzutreiben“, so Jenny Heinze, Head of Sales Nordic bei SSI Schäfer. 

 

 

Bild: Michael Jönsson / Vegafoto AB 

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