Druckregelung
„Wir entlasten Medizintechnik-Hersteller“
Strenge Normen, hoher Zeitdruck, maximale Sicherheit: In der Medizintechnik zählt jede Komponente. Mit dem Pure Flow Druckregler 48.3 zielt Kendrion genau auf diese Herausforderung. Sven Desens, Leiter Fluidtechnik bei der Kendrion Kuhnke Automation GmbH erklärt im Interview, wie der neue Druckregler Entwicklung und Zulassung vereinfacht – und warum präzise Druckregelung dabei eine Schlüsselrolle spielt.
Herr Desens, warum wird die Auswahl geeigneter Komponenten für Medizingeräte immer anspruchsvoller?
Die regulatorischen Anforderungen nehmen stetig zu. Hersteller müssen heute nicht nur sicherstellen, dass eine Komponente technisch einwandfrei funktioniert, sondern auch, dass sie alle relevanten Normen erfüllt und lückenlos dokumentiert ist. Das kostet Zeit und bindet Ressourcen – insbesondere in der Entwicklungsphase.
Wie ist aus dieser Situation heraus der Pure Flow Druckregler 48.3 entstanden?
Wir haben gesehen, dass unsere Kunden immer mehr Aufwand in die Komponentenqualifizierung investieren müssen. Unser Ziel war es daher, einen Druckregler zu entwickeln, der von Anfang an optimal auf medizinische Anwendungen vorbereitet ist – mit reproduzierbarer Präzision und allen Informationen, die für eine reibungslose Zulassung nach gängigen Medizintechnik-Normen erforderlich sind.
Für welche Anwendungen ist der neue Druckregler besonders geeignet?
Der Pure Flow Druckregler 48.3 ist für medizinische Gase konzipiert und überall dort einsetzbar, wo eine direkte Verbindung zum Patienten besteht. Durch seine sehr kompakte Bauweise eignet er sich ideal für Beatmungsgeräte, Inkubatoren oder Sauerstoffkonzentratoren – also Anwendungen mit begrenztem Bauraum und hohen Sicherheitsanforderungen.
Was zeichnet die Druckregelung technisch aus?
Der Regler bietet eine sehr stabile Regelcharakteristik mit minimaler Hysterese und hoher Wiederholgenauigkeit. Er deckt einstellbare Ausgangsdrücke von 0,2 bis 5 bar ab und ist für Eingangsdrucke bis 10 bar ausgelegt. Durch den besonderen Aufbau entsteht im Inneren kaum Reibung – das ermöglicht Durchflüsse von über 100 l/min bei gleichzeitig präziser Druckregelung.
Welche Rolle spielen Materialauswahl und Fertigungsumgebung?
Eine sehr große. Die Produkte der Pure Flow Line werden in einer definierten sauberen Umgebung gefertigt. Zudem setzen wir ausschließlich Materialien ein, die den strengen Anforderungen der Medizintechnik entsprechen – etwa glasfaserverstärktes PA66, Edelstahl und sauerstoffgeeignete EPDM-Werkstoffe. Auch die Vorgaben zu RoHs, REACH, CMR und PFAS erfüllen wir vollständig.
Welchen konkreten Mehrwert bietet der Pure Flow Druckregler 48.3 den Herstellern?
Er macht Medizingeräteherstellern das Leben deutlich leichter. Durch die gute Vorbereitung für Integration und Zulassung lassen sich Entwicklungszeiten verkürzen und Kosten senken. Gleichzeitig schützt der Regler zuverlässig nachgelagerte pneumatische Komponenten. Für Anwendungen mit höheren Durchflüssen arbeiten wir bereits an einer passenden High-Flow-Variante.




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