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Phoenix Contact erwartet Jahresumsatz von 3,3 Mrd. Euro

Phoenix Contact erwartet Jahresumsatz von 3,3 Mrd. Euro

Phoenix Contact sieht sich angesichts schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen zu strukturellen Anpassungen und einer stärkeren internationalen Ausrichtung gezwungen. Auf der SPS-Pressekonferenz betonte Ulrich Leidecker die Bedeutung globaler Wertschöpfung, Innovation und Kooperation für künftige Wettbewerbsfähigkeit.

Auf der diesjährigen Pressekonferenz im Rahmen der Automatisierungsmesse SPS in Nürnberg schilderte Ulrich Leidecker, wie herausfordernd die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland weiterhin seien. Unternehmen müssten ihre Strukturen anpassen, um wettbewerbsfähig zu bleiben – auch Phoenix Contact. Ziel sei es, die Wertschöpfung näher an die Absatzmärkte zu bringen und die Organisation international auszurichten.

Eine industriepolitische Aufbruchsstimmung sei nicht erkennbar; Überregulierung bremse Innovationen. Bei wichtigen Themen wie Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz und CSRD-Reporting gebe es keine Entlastung. Für die Industrie sei dies jedoch notwendig, um sich wieder stärker auf innovative Entwicklungen konzentrieren zu können. Die geopolitischen Veränderungen der vergangenen Jahre hätten den Markt zudem grundlegend verändert. „Um international wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen wir stärker zusammenarbeiten“, so Leidecker. Einzelinteressen und Fragmentierung erschwerten gemeinsame Standards und Innovationskraft.

Auch geopolitische Unsicherheiten und Zölle beeinflussen die strategische Ausrichtung des Unternehmens. Für das globale Wachstum in China, Indien und den USA stärkt Phoenix Contact seine lokalen Wertschöpfungsketten. In China profitiere das Unternehmen weiterhin von seiner langjährigen Präsenz. Auch die Märkte in den USA und Mexiko entwickelten sich stabil.

Mit neuen und erweiterten Standorten setzt Phoenix Contact seine globale Strategie um: In Querétaro, Mexiko, entsteht ein 20.000 m² großer Standort, der künftig eine zentrale Rolle im internationalen Produktionsnetzwerk einnimmt. Anfang November wurde zudem ein neuer Standort in Vietnam eröffnet, der Produktion und Logistik für wichtige Geschäftsbereiche kombiniert. Gleichzeitig bekennt sich Phoenix Contact mit einer Großinvestition von über 100 Millionen Euro in den Ausbau des Logistikzentrums in Blomberg zum Standort Deutschland.

Wirtschaftlich verzeichnet Phoenix Contact 2025 eine moderate Markterholung im oberen einstelligen Bereich. Die Rückgänge aus 2023 seien jedoch noch nicht vollständig kompensiert. Der erwartete Jahresumsatz liegt bei 3,3 Milliarden Euro. Die Fokussierung auf das Kerngeschäft und strukturelle Anpassungen werden fortgesetzt.

Innovation und Nachhaltigkeit bleiben zentrale Treiber der Unternehmensstrategie. Auf der SPS präsentierte Phoenix Contact Lösungen zu Digitalisierung, künstlicher Intelligenz, Cyber Security und Energieresilienz – Technologien, die Kunden konkreten Mehrwert bieten. Zugleich setzt das Unternehmen konsequent auf nachhaltigere Prozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Die hohe Regulierungsdichte erschwere schnelle Fortschritte, dennoch seien Nachhaltigkeit und wirtschaftlicher Erfolg klar vereinbar.

Phoenix Contact blickt trotz der Herausforderungen zuversichtlich in die Zukunft und setzt auf internationale Stärke, technologische Innovation und nachhaltige Entwicklung.

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