Spanntechnik
„Intelligente Spanntechnik für die digitale Fabrik“
Die digitale Fabrik ist längst Realität – und Automatisierung ohne intelligente Spann- und Greiftechnik funktioniert nur bedingt. Im Gespräch mit Eckhard Maurer, Geschäftsführer der SMW-Autoblok Spannsysteme GmbH erfahren wir, wie moderne Spannmittel mit Sensorik und integrierter Intelligenz Prozesse sicherer, präziser und effizienter machen – und welchen konkreten Nutzen Kunden davon haben.
SMW-Autoblok bietet Lösungen für die digitale Fabrik durch intelligente Automatisierung an. Wie kann das mit Ihrer Spann- und Greiftechnik umgesetzt werden – und was hat der Kunde davon?
Die Schnittstelle zwischen Maschine und Werkstück ist entscheidend. Selbst die beste und genaueste Maschine kann nur so präzise arbeiten, wie die Verbindung zwischen Werkstück und Maschine es zulässt. Unsere Spanntechnik übernimmt hier eine zentrale Rolle, denn die Wiederholgenauigkeit und die korrekte Spannkraft ist essenziell – nicht nur für die Produktqualität, sondern auch für die Sicherheit.
Wie stellen Sie sicher, dass die Prozesse automatisiert sicher ablaufen, wenn niemand mehr direkt an der Maschine steht?
Genau hier liegt der Kern unserer Innovation. In modernen automatisierten Fabriken steht niemand mehr vor der Maschine, der einen roten Knopf drückt. Unsere Spannmittel überwachen die Werkstücke elektronisch und sensorisch. Sie erkennen, ob ein Teil korrekt geladen ist und am Anschlag sitzt. Erst dann wird es gespannt – und das mit exakt definierter Spannkraft, die kontinuierlich überwacht wird. Damit vermeiden wir Fehler, steigern die Sicherheit und stellen sicher, dass die Automation zuverlässig funktioniert.
Und wie geht es weiter, wenn das Werkstück in Bearbeitung ist?
Auch während der Rotation oder Bearbeitung transportieren unsere Spannmittel Signale nach außen. Die digitale Schnittstelle – Energie- und Signalübertragung induktiv und integriert – versorgt die Sensorik zuverlässig mit Energie, ganz ohne Batterien. So wissen alle Systeme in Echtzeit, wie das Werkstück gespannt ist, und können darauf reagieren.
Sie sprechen auch von „Intelligenz“ in den Greifern. Was steckt dahinter?
Wir integrieren schon in der Hardware intelligente Chips in unsere Produkte. Diese können Daten über das Werkstück in einem I-Modell erfassen Auf Basis dieser Informationen passt der Greifer seine Strategie automatisch an. So werden nur die Kräfte eingesetzt, die tatsächlich benötigt werden – „künstliche Intelligenz“ für die Spanntechnik, direkt im Aktor ohne Cloud oder externe Latenzen.
Wie setzen Sie diese Technologien konkret in der Praxis ein?
Wir testen alles zunächst im eigenen Werk und auf unseren Maschinen in der Produktion – „Automation next Level“, wie wir es nennen. Die Spannmittel melden den Status zurück an die Steuerung, sodass Fehler oder Abweichungen sofort erkannt werden. Besonders in der Industrie ist dies entscheidend: Präzision, Sicherheit und Wiederholgenauigkeit werden so gewährleistet.
Und welche Bedeutung hat das für die Zukunft von SMW Autoblok?
Es ist eine Grundsatzentscheidung: Wir investieren in neue Technologien, um global wettbewerbsfähig zu bleiben. Selbst in Deutschland bauen wir eine Fabrik mit modernster digitaler Ausstattung. Die digitale Fabrik funktioniert nur dann, wenn die Schnittstellen – also unsere Spann- und Greiftechnik – intelligent, zuverlässig und sicher gestaltet sind.
Kontakt
88074 Meckenbeuren
DEUTSCHLAND





smw-autoblok.de


























