Sensorik
3D-Druck – aber sauber
Das Forschungsprojekt Inline3D entwickelt erstmals eine Inline-Reinigung für Waschmedien in der harzbasierten 3D-Druckproduktion. Direkt im Herstellungsprozess aufbereitet, sollen Schadstoffe minimiert, Kosten gesenkt und die Ressourceneffizienz deutlich gesteigert werden.
In kunstharzbasierten 3D-Druckverfahren werden Druckkörper mit speziellen Waschmedien gereinigt, die umwelt- und gesundheitsbelastende Stoffe enthalten. Diese werden bislang meist nach einmaliger Nutzung entsorgt, da eine Wiederaufbereitung in der Regel unzureichend reinigt. Hinzu kommt, dass die Reinigungssysteme für Waschmedien bislang groß, energieintensiv und nur „offline“ einsetzbar sind.
Nun haben IMMS, IL Metronic und BURMS Details zum neuen Forschungsprojekt Inline3D vorgestellt. Ziel des von Thüringen und der EU geförderten Vorhabens ist es, Waschmedien in der harzbasierten 3D-Druckproduktion erstmals inline – direkt im Herstellungsprozess – aufzubereiten. Damit sollen sowohl Schadstoffe als auch Kosten im 3D-Druck deutlich reduziert werden.
Reinigung im laufenden Prozess
Inline3D verfolgt einen neuen Ansatz: Waschmedien sollen direkt während des Produktionsprozesses gereinigt und wiederverwendet werden. Dabei werden schädliche Bestandteile in unbedenkliche Abfallprodukte umgewandelt. Eine sensorische Überwachung ermöglicht die exakte Kontrolle des Verschmutzungsgrades und verlängert die Nutzungsdauer der Medien. So lassen sich Ressourcen effizienter einsetzen und Produktionskosten senken.
Das Projekt wird von einem regionalen Verbund getragen:
- IMMS koordiniert das Vorhaben und entwickelt ein Messverfahren zur Bestimmung des Verschmutzungsgrades
- IL Metronic bringt seine Expertise in der UV-Bestrahlungstechnik ein und realisiert ein Sensor- und Bestrahlungsmodul zur Reinigung
- BURMS steuert seine Erfahrung im 3D-Druck bei, entwickelt die Fluidik- und Prozessintegration und stellt Gerätesicherheit, Entsorgung und Biokompatibilität sicher
Nachhaltiger 3D-Druck für die Zukunft
Das Projekt soll nicht nur die Ressourceneffizienz verbessern, sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit des 3D-Drucks in Thüringen stärken. Besonders für medizinische Anwendungen, in denen schnelle Fertigung und maßgeschneiderte Kleinserien gefragt sind, eröffnet Inline3D neue Chancen.
Das Verbundprojekt „Inline-Reinigungsverfahren für Waschmedien in harzbasierten 3D-Druckverfahren“ (Inline3D) wird über das Programm des Freistaats Thüringen zur Förderung von Forschung, Technologie und Innovation (FTI) als Forschungs- und Entwicklungsvorhaben Thüringen Verbund unter der Vorhabensnummer 2024 VFE 0113 gefördert und durch die Europäische Union kofinanziert.
Bilder: IMMS, BURMS



il-metronic.de
















































































