Sauerstoffsensorik

„Das ist ein echter Gamechanger“

„Das ist ein echter Gamechanger“

Zur SENSOR+TEST 2025 stellte FaradaIC eine revolutionäre Festkörper-Gassensorplattform vor: Faraday-Ox. Die MECS-Technologie ermöglicht kleinste, robuste Sensoren für Echtzeitmessung von Frische, Sicherheit und Umwelt. Rainer Ihra, Head Of Business Development, weiß mehr. 

 

Sie haben zur Messe SENSOR+TEST 2025 eine neue Sensortechnologie auf den Markt gebracht. Können Sie uns mehr darüber erzählen? 
 

Wir freuen uns sehr, dass wir unsere neueste Innovation vorstellen konnten – eine Festkörper-Gassensorplattform auf Basis der MECS-Technologie. Sie ist kleiner, robuster und einfacher zu integrieren als je zuvor. Im Zentrum steht Faraday-Ox, der kleinste jemals entwickelte Sauerstoffsensor. Doch dieser Sensor ist mehr als nur ein Messgerät: Er bildet die Grundlage für eine skalierbare Plattform, die es ermöglicht, Frische, Sicherheit und Umweltbedingungen in Echtzeit zu überwachen. 

 

Was macht die MECS-Technologie zu einem echten Gamechanger? 
 

MECS steht für Micro Electrochemical System – und es verändert die Welt der Gassensorik grundlegend. Zum einen ist unsere Technologie extrem miniaturisiert und lässt sich dadurch nahtlos in verschiedenste Geräte und Anwendungen integrieren, sei es in IoT-Systeme, smarte Etiketten oder Verpackungen. Zudem benötigt sie keine Verbrauchsmaterialien und ist im Gegensatz zu klassischen elektrochemischen Sensoren deutlich stabiler, da sie mit einem festen Polymerelektrolyten arbeitet. Das führt zu einer längeren Lebensdauer und konstanten Messergebnissen ohne Drift. Schließlich haben wir das gesamte Design so optimiert, dass es in großen Stückzahlen kostengünstig produziert werden kann. Dadurch eröffnen sich Anwendungsfelder, die bisher aus wirtschaftlichen oder technischen Gründen unerreichbar waren. 

 

Sie sprechen von neuen Märkten. Können Sie Beispiele nennen, wo MECS heute bereits Wirkung zeigt? 
 

Gerne. Unsere Technologie ermöglicht Anwendungen, die bislang schlicht nicht realisierbar waren. So lassen sich unsere Sensoren direkt in Verpackungen mit modifizierter Atmosphäre integrieren, um den Sauerstoff- oder Kohlendioxidgehalt in Echtzeit zu überwachen – ideal für frische Lebensmittel wie Salate, vakuumverpackte Fleischprodukte oder auch empfindliche Pharmazeutika. Im Bereich der Logistik erlaubt MECS eine lückenlose Frischeüberwachung entlang der Kühlkette, wobei wir nicht nur die Temperatur, sondern die tatsächliche Gaszusammensetzung erfassen können. Darüber hinaus lassen sich mit den Sensoren potenzielle Manipulationen oder Leckagen zuverlässig erkennen, was vor allem für hochwertige Lieferungen oder Sicherheitsanwendungen von großer Bedeutung ist. Auch im Einzelhandel eröffnen sich neue Möglichkeiten: Man stelle sich eine Sushi-Verpackung vor, die dem Kunden anzeigt, ob die Kühlung unterbrochen wurde oder das Produkt verdorben ist – an solchen Lösungen arbeiten wir bereits. 

 

Und wenn Unternehmen diese Technologie selbst ausprobieren möchten – gibt es da eine Möglichkeit? 

 

Ja, und wir laden alle Interessierten herzlich dazu ein. Wir bieten ein Evaluierungskit an, das speziell für Entwickler, Start-ups und Innovationsabteilungen konzipiert wurde. Das Kit enthält alles, was man benötigt, um die MECS-Technologie in einer eigenen Anwendung zu testen – inklusive einer benutzerfreundlichen Evaluierungsplatine mit USB- und Bluetooth-Schnittstelle sowie umfangreicher Dokumentation, Beispielanwendungen und direktem technischen Support durch unser Team. Besonders spannend: Wenn uns ein Anwendungsfall überzeugt, fördern wir die Entwicklung sogar mit einem Zuschuss für das Kit. 

 

Das klingt nach einer echten Chance für Innovation. 

Absolut! Und ganz gleich, ob Anwender aus den Bereichen Lebensmittelsicherheit, Verpackung, Logistik kommen oder völlig neue Einsatzfelder denken – wir sind offen für Kooperationen und gespannt auf neue Impulse. 

Teilen

Fachartikel Sensorik