Prozessmesstechnik

Filter statt Kompletttausch

Filter statt Kompletttausch

Muss Nachhaltigkeit immer teuer sein? Nicht unbedingt. Beim Vantage Sensor von Membrapor lässt sich der Filter einfach austauschen, während das Kernstück des elektrochemischen Gassensors erhalten bleibt – ein praktischer Vorteil für Rauchgas- und vergleichbare Anwendungen. 

Nachhaltigkeit ist ein Thema, das Unternehmen fordert. Sie müssen Grenzwerte einhalten und Sicherheitsanforderungen erfüllen, möchten aber gleichzeitig Ressourcen schonen. Häufig ist die Erfüllung dieser Anforderungen mit hohen Kosten verbunden. Doch Letzteres muss nicht sein. Im Falle von elektrochemischen Gassensoren lässt sich der Kostenfaktor leicht reduzieren. Wie? Durch das Auswechseln von Bestandteilen anstatt des Ersetzens des ganzen Sensors. 

Elektrochemische Gassensoren sorgen für Sicherheit 

Elektrochemische Gassensoren sind aus einer Vielzahl von Anwendungen nicht mehr wegzudenken. Sie sind robust, verbrauchen sehr wenig Energie und sind günstig in der Anschaffung und Instandhaltung. Sie sind die richtige Wahl, wenn es um Sicherheit und Kontrolle geht. Tragbare Sensoren schützen die Mitarbeitenden direkt vor gesundheitsgefährdenden Gasen. Fix installierte Sensoren überwachen die Gefahrenstoffkonzentration in der Umgebungsluft am Arbeitsplatz oder in der Luft, die bei Verbrennungsprozessen in die Umwelt abgegeben wird.  

Bei der Verbrennung von Brennstoffen auf Kohlenwasserstoffbasis, wie Kohle oder Holz, entsteht Rauchgas, das hauptsächlich aus CO2 und H2O besteht. Aber auch unerwünschte und giftige Gase wie SO2, NO oder NO2 treten in Spuren auf. Diese Gase müssen überwacht werden, um die Effizienz der Anlagen und ihre Umweltfreundlichkeit zu messen. 

Gase beeinflussen Lebensdauer von Analysegeräten 

Saure Gase hinterlassen auch Spuren an Analysegeräten, welche die Gaskonzentrationen überwachen. So z.B. am elektrochemischen Gassensor. Die Herausforderung: Während ein CO-Sensor drei oder mehr Jahre lang verwendet werden kann, hat der Filter selbst eine begrenzte Kapazität. Ist diese erschöpft, dringen Stickstoffgase wie NO2 durch und führen zu einem falsch negativen Signal. Dies hätte schwerwiegende Folgen, da der resultierende ppm-Messwert im Verhältnis zur tatsächlichen Kohlenmonoxid-Konzentration viel zu niedrig wäre. In vielen Anwendungen hat ein Filter eine Lebensdauer von maximal zwei Jahren, was bei kritischen Messanwendungen die Lebensdauer des ganzen Sensors beendet. Hier kommt der Wechselfilter ins Spiel. 

Wechselfilter statt Ersatzsensor 

Membrapor hat mit der Lancierung des Sensors Vantage neue Standards beim 5-Serie- Gehäuse gesetzt. Bei der CO-Messung in einer Verbrennungsanlage zeigt sich das wie folgt: Dank des innovativen Wechselfilters verlängert sich die Einsatzdauer eines wasserstoffkompensierten CO-Sensors Vantage CO/VF-2000-4E deutlich. Während ein anderer Sensor aufgrund der Filterverschmutzung nach maximal zwei Jahren ausgetauscht werden müsste, ist dies mit dem Vantage nicht mehr nötig. Ein neuer Filter kann die Lebensdauer des Sensors leicht verdoppeln, kostet weniger als ein Ersatz und vermindert Abfall und Recycling-Aufwand. 

Wechsel leicht gemacht 

Möchten Sie Ihren Sensor mit dem Vantage ersetzen und so eine langfristige und nachhaltige Lösung für die Überwachung ihrer Verbrennungsprozesse einführen? Der Ersatz eines Vorgänger-Sensors ist unkompliziert und 1:1 möglich. So auch der Filterwechsel, welcher vor Ort und ohne jegliche Hilfsmittel erledigt werden kann. Das reduziert die Betriebskosten. Die Genauigkeit und Konsistenz der Messung wird durch den Filterwechsel nicht beeinflusst.  

Der Vantage ist ein H2-kompensierter 4-Elektroden-Sensor. Er ist robust gegenüber mechanischer Belastung und Druckgradienten. Außerdem verfügt er über eine flache Temperaturabhängigkeit. Diese Eigenschaften führen zu sehr genauen ppm-Messwerten. Der Vantage ist ausserdem einsetzbar unter rauen Bedingungen wie hoher Luftfeuchtigkeit und Temperaturen bis zu 60 °C.  

Betrachtet man die technischen Daten des Vantage Sensors mit vergleichbaren Produkten fällt auf, dass der Vantage CO/VF-2000-4E eine Filterstandzeit [ppm*hr] von 400000 aufweist, was vergleichbare Sensoren deutlich übertrifft. Die Filterstandzeit ist ein Hinweis auf die Haltbarkeit des Filters bevor er durchlässig wird. 

Bilder: AdobeStock; Membrapor 

Autorin: Andrea Zimmermann ist Produktmanagerin bei der Membrapor AG in Wallisellen/Schweiz 

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Fachartikel Sensorik