Kraft- und Druckmessung

Präzise Sensorik für stabile Infrastruktur

Schon beim Bau und im Betrieb müssen Brücken, Windkraftanlagen und hochbelastete Bauteile wie Zuganker überwacht werden. Burster Präzisionsmesstechnik liefert zuverlässige Systeme zur Messung von Kräften, Drehmomenten und strukturellen Veränderungen für eine stabile Infrastruktur. 

Verkehr, Wind, Temperaturschwankungen, Streusalz und viele weiter Einflüsse lassen Brücken altern. Schon beim Bau müssen daher Spannkräfte, Setzungen und Materialbeanspruchungen präzise erfasst werden. Zudem decken kontinuierliche Messungen im Betrieb frühzeitig strukturelle Veränderungen oder Materialermüdung auf. Kraftsensoren und Überwachungssysteme, die sowohl temporäre Belastungstests als auch eine dauerhafte Zustandsüberwachung ermöglichen, sind dazu nötig. Beispielsweise auf Eisenbahn-Schnellfahrstrecken erlaubt die Messung der Belastungsverhältnisse in den Widerlagern der Bauwerke einen sicheren Betrieb. Dabei kann die Kraftverteilung in Brücken mit einem eigens dafür konstruierten, robusten Miniatursensor Typ 8230 auch unter widrigen Bedingungen zuverlässig gemessen werden. Er ist beständig gegenüber starken Wetterschwankungen und zeichnet sich durch eine besonders langzeitstabile und vibrationsfeste Ausführung aus. 

Spannkräfte an Zugankern überwachen 

Zuganker an Bauwerken oder zur Felssicherung z.B. in Tunneln müssen während ihres Einbaus ständig auf die übertragenen Spannkräfte überwacht und gegebenenfalls schnell nachjustiert werden. Dafür kommen große, hydraulisch betriebene Werkzeuge zum Einsatz, die einen freien Zugang benötigen. Das lässt wenig Platz für die Messtechnik, die zudem sehr robust sein muss, um den widrigen Baustellenbedingungen zu trotzen. Der Miniaturring-Kraftsensor 8438 entspricht diesen Forderungen nach einfacher, platzsparender Montage bei robuster Ausführung. Der scheibenförmige Sensor im komplett verschweißten Sensorkörper aus VA ist sehr flach (8 bis 25 mm), bei einem Durchmesser von nur 28 bis 78 mm. Er kann ebenso schnell montiert wie nach Fertigstellung des Gewerks wieder ausgebaut werden. 

Sicherer Betrieb durch präzises Drehmoment-Monitoring 

Windkraftanlagen, ob an Land oder auf See, sind extremen Kräften ausgesetzt. Besonders das Drehmoment an der Rotorwelle muss kontinuierlich überwacht werden. Hier sind Drehmoment-Sensoren im Einsatz, die kleinste Veränderungen im Antriebsstrang erkennen. Auch ein innovatives Wellenkraftwerk, das bei Offshore-Anlagen zum Einsatz kommt, nutzt Drehmomentsensoren aus dem Hause Burster: Ein Auftriebskörper, der mit drei Seilen am Meeresgrund verspannt ist, wird durch Wellen zur Bewegung angeregt und überträgt die mechanische Energie über ein Seil an einen Generator. Dieser sitzt, vor Seewasser geschützt, im Turm einer Windkraftanlage. Ein Sensor Typ 8661 wird dazu fest zwischen zwei Kupplungen montiert und misst die Bewegungsbahn des Schwimmkörpers. Der Sensor bietet hohe Messgenauigkeit, stabile Mechanik und wartungsfreien Betrieb bei bidirektionaler Drehmomentmessung. Die hohe Reproduzierbarkeit auch bei Schwankungen in der Versorgungsspannung ist ideal für den rauen Seeeinsatz. 

Autor: Dipl. Chem. Andreas Zeiff, Redaktionsbüro Stutensee 

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Fachartikel Sensorik