Messeveranstaltung
Sensorik im Fokus: Der neue Sensor Pavilion auf der electronica
Caroline Pannier, electronica Projektleiterin, erläutert, warum Sensorik und Messtechnik auf der electronica 2026 stärker in den Fokus rücken. Im Interview mit Chefredakteur Dirk Schaar spricht sie über den neuen Sensorik Pavilion, die Zusammenarbeit mit dem AMA Verband für Sensorik und Messtechnik e.V. und die Bedeutung von Sensorik als Schnittstelle zwischen physischer und digitaler Welt.
Frau Pannier, Sensorik und Messtechnik sind auf der electronica traditionell ein wichtiges Thema. Welche Bedeutung hat dieser Bereich für die Messe im Jahr 2026 – und hat sich diese Bedeutung in den vergangenen Jahren verändert?
Sensorik und Messtechnik gehören seit vielen Jahren zu den Kernthemen der electronica. Verändert hat sich weniger ihre grundsätzliche Bedeutung, sondern vielmehr ihre Rolle innerhalb der Elektronik. Sensoren nehmen heute nicht mehr einfach nur Messwerte auf, sondern sind die Schnittstelle zwischen der physischen und der digitalen Welt. Mit ihren präzisen Sensordaten liefern sie die Grundlage für Anwendungen in den verschiedensten Bereichen, von Automotive über Industrieautomation bis Medizintechnik.
2026 rückt vor allem die Verbindung mit KI, Embedded Systems und Datenverarbeitung stärker in den Fokus. Sensorik und Messtechnik entwickeln sich damit zunehmend zu Querschnittstechnologien, die viele Bereiche der Elektronik miteinander verbinden.
Mit dem Sensor Pavilion gibt es 2026 einen eigenen Schwerpunkt für Sensorik. Warum hat sich die electronica dafür entschieden, diesem Thema eine eigene Plattform zu geben?
Die Sensorik ist eine Schlüsseltechnologie der Elektronik. Dem tragen wir auf der electronica mit dem Sensor Pavilion Rechnung. Wir wollen dem Thema mehr Sichtbarkeit geben und Unternehmen aus diesem Bereich eine klar erkennbare Plattform bieten. Besucher erhalten damit eine zentrale Anlaufstelle, an der sie neue Technologien, Anwendungen und Anbieter gezielt entdecken können. Der Pavilion ergänzt das bestehende Angebot der electronica und macht die wachsende Bedeutung der Sensorik innerhalb der Elektronikbranche unmittelbar erlebbar.
Der AMA Verband für Sensorik und Messtechnik e.V. ist am Sensor Pavilion beteiligt. Wie ist diese Zusammenarbeit entstanden und welche Ziele verfolgen Messe München und AMA damit?
Wir arbeiten bei der electronica schon seit langem erfolgreich mit dem AMA Verband zusammen, der dort viele Jahre lang mit einem klassischen Gemeinschaftsstand seiner Mitgliedsunternehmen vertreten war. In diesem Jahr organisieren wir zum ersten Mal den Sensor Pavilion, auf dem der AMA als Partner und Aussteller vertreten sein wird. Wir erhoffen uns, damit noch mehr Sensorik-Firmen auf die electronica zu bringen. Denn mit dem neuen Pavilion bieten wir ihnen eine sehr niederschwellige Möglichkeit, sich auf der Messe zu präsentieren und dort auch gleich die richtigen Besucher auf sich aufmerksam zu machen.
Was erwarten Sie von einem eigenen Sensor Pavilion für die Besucherzahlen und die Attraktivität der electronica?
Sensorik ist für viele Besucher ein wichtiges Querschnittsthema. Unsere Besucherbefragung aus 2024 hat ergeben, dass 30 Prozent von ihnen Firmenstände aus diesem Segment aufsuchen. Mit dem Pavilion schaffen wir einen klaren Anlaufpunkt, an dem sie relevante Anbieter und Technologien gebündelt finden. Das erleichtert unseren Besuchern, sich zu orientieren und die richtigen Kontakte zu knüpfen.
Welche Rückmeldungen bekommen Sie von Ausstellern aus dem Bereich Sensorik und Messtechnik? Was wünschen sich diese Unternehmen von einer Messe wie der electronica?
Aussteller aus den Bereichen Sensorik und Messtechnik schätzen die electronica vor allem als internationale Plattform für Innovation, Vernetzung und Geschäftsanbahnung. Sie möchten ihre neuesten Technologien einem qualifizierten Fachpublikum präsentieren, neue Kunden gewinnen und sich über aktuelle Marktanforderungen und Technologietrends austauschen.
Besonders wichtig ist dabei der branchenübergreifende Charakter der electronica: Hier treffen Sensorik-Unternehmen auf potenzielle Anwender und Partner aus anderen Bereichen. Diese Kombination macht die Messe zu einem wichtigen Treffpunkt, um Innovationen zu sehen und neue Kontakte zu knüpfen.
Die electronica vereint sehr unterschiedliche Bereiche der Elektronikindustrie. Wie schaffen Sie es, Sensorik und Messtechnik innerhalb dieses großen Themenfelds insgesamt ausreichend Sichtbarkeit zu geben?
Sensorik und Messtechnik sind zentrale Zukunftstechnologien und deshalb ein fester Bestandteil der electronica. Für Sichtbarkeit sorgen wir einerseits durch die klare Einbindung in die Ausstellungsbereiche und eine farbige Markierung im Hallenplan und andererseits durch unser begleitendes Vortragsprogramm, in dem aktuelle Trends, Innovationen und Anwendungsbeispiele vorgestellt werden.
Besonders wertvoll ist dabei das Umfeld der electronica: Sensorik wird hier nicht isoliert betrachtet, sondern im Zusammenspiel mit Halbleitern, Embedded Systems, KI, Connectivity und Anwendungen aus Industrie, Mobilität oder Medizintechnik. So erhalten Aussteller maximale Sichtbarkeit bei genau den Zielgruppen und Entscheidern, die ihre Technologien in neue Produkte und Lösungen integrieren.
Welche Besuchergruppen möchten Sie mit dem Sensor Pavilion besonders erreichen – und gibt es Besucher, die Sie dadurch neu für die electronica gewinnen wollen?
Wir möchten damit zum einen die Besucher ansprechen, für die Sensorik bereits heute ein wichtiger Bestandteil ihrer Arbeit ist, z.B. Entwickler, Einkäufer und Entscheider aus Automotive, Industrieautomation, Robotik, IoT oder Medizintechnik. Zum anderen möchten wir auch Besucher erreichen, die Sensorik bislang nicht als eigenständiges Thema auf dem Schirm haben und ihnen die Bedeutung für immer mehr Anwendung nahebringen.
Wenn Sie nach der electronica 2026 auf den Sensor Pavilion zurückblicken: Woran würden Sie persönlich festmachen, ob das Konzept erfolgreich war?
Erfolgreich ist der Sensor Pavilion dann, wenn er von Ausstellern und Besuchern gleichermaßen gut angenommen wird. Entscheidend ist dabei nicht allein die Anzahl der Besucher, sondern vor allem auch die Qualität der Kontakte und Gespräche vor Ort. Wenn uns Aussteller sagen, dass sie neue Kunden und Partner gewonnen haben und Besucher den Pavilion als hilfreichen Anlaufpunkt für die Sensorik wahrnehmen, haben wir viel erreicht. Am besten, wir bekommen am Ende von beiden Seiten signalisiert: „Diesen Treffpunkt brauchen wir auf der nächsten electronica wieder“.
Den AMA Verband und den Sensor Pavilion finden Sie in Halle B4, Stand 324
Kontakt
81829 München
DEUTSCHLAND




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