Nachhaltigkeit

Siemens erzielt Fortschritte bei Nachhaltigkeitszielen

Siemens erzielt Fortschritte bei Nachhaltigkeitszielen

Siemens meldet deutliche Fortschritte bei seinen Nachhaltigkeitszielen bis 2030. Im Geschäftsjahr 2025 habe der Konzern nach eigenen Angaben in allen zentralen Wirkungsbereichen Verbesserungen erzielt – von der Reduktion von Treibhausgasen über Ressourceneffizienz bis hin zu Weiterbildung und guter Unternehmensführung.

Der Technologiekonzern Siemens treibt nach eigenen Angaben die Umsetzung seiner Nachhaltigkeitsstrategie weiter voran. Im Geschäftsjahr 2025 habe das Unternehmen bei allen 14 Zielen seines sogenannten DEGREE-Rahmenwerks messbare Fortschritte erzielt. Dieses Rahmenwerk definiert die Nachhaltigkeitsambitionen des Konzerns bis zum Jahr 2030 und dient zugleich der Bewertung der erzielten Wirkung.

Emissionseinsparungen übersteigen eigenen CO₂-Ausstoß

Wie Siemens mitteilte, sei es dem Unternehmen zum zweiten Mal in Folge gelungen, seinen Kunden über die gesamte Lebensdauer der verkauften Produkte hinweg höhere Emissionseinsparungen zu ermöglichen, als Siemens selbst entlang seiner gesamten Wertschöpfungskette verursacht habe. Die in den vergangenen drei Geschäftsjahren verkauften Produkte sollen demnach während ihrer Nutzung rund 694 Millionen Tonnen Treibhausgase einsparen. Diese Größenordnung entspricht etwa den jährlichen Gesamtemissionen Deutschlands.

Drei Wirkungsbereiche als Grundlage der Strategie

Das DEGREE-Rahmenwerk gliedert sich in drei Wirkungsbereiche: Dekarbonisierung und Energieeffizienz, Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft sowie Menschen und Gesellschaft. Ergänzt wird es durch Vorgaben zu Ethik und verantwortungsvoller Unternehmensführung. Nach Angaben von Siemens tragen mehr als 90 Prozent des Geschäfts zu positiven Effekten in diesen Bereichen bei.

Fokus auf Dekarbonisierung und Energieeffizienz

Im Bereich Dekarbonisierung setzt Siemens nach eigenen Angaben vor allem auf digitale Lösungen, Automatisierung sowie den Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Software- und Hardwareprodukte sollen die Integration erneuerbarer Energien, die Elektrifizierung und eine effizientere Energienutzung unterstützen. Industrielle KI könne dabei Energieeinsparungen von bis zu 30 Prozent ermöglichen und die CO₂-Emissionen in der Fertigung um knapp ein Viertel senken.

Gleichzeitig habe Siemens seine eigenen operativen Emissionen seit 2019 um 66 Prozent reduziert – ohne den Einsatz von CO₂-Zertifikaten. Ziel bleibt eine Reduktion der Scope-1- und Scope-2-Emissionen um 90 Prozent bis 2030.

Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft. Der sogenannte Robust Eco Design-Ansatz soll Umweltwirkungen bereits in der Entwicklungsphase von Produkten, Software und Dienstleistungen berücksichtigen. Im Geschäftsjahr 2025 seien nach Unternehmensangaben 67 Prozent des relevanten Portfolios von diesem Ansatz abgedeckt.

Zudem habe Siemens die Umsetzung seines Naturschutzprogramms an relevanten Standorten deutlich ausgeweitet. Auch beim Abfallmanagement meldet der Konzern Fortschritte: Das Zwischenziel, Deponieabfälle im Vergleich zu 2021 um 50 Prozent zu reduzieren, sei bereits übertroffen worden.

Weiterbildung und Arbeitsumfeld im Mittelpunkt

Im Wirkungsbereich Menschen und Gesellschaft stellt Siemens das Thema Qualifizierung in den Mittelpunkt. Die durchschnittliche Lernzeit der Beschäftigten sei im Vergleich zum Vorjahr auf 36,6 Stunden pro Person gestiegen, mit einem Schwerpunkt auf Künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen. Der Konzern verweist zudem auf einen hohen Wert bei der internen Erhebung zur Arbeitszufriedenheit und zum Wohlbefinden.

Über das eigene Unternehmen hinaus hat Siemens nach eigenen Angaben mehr als eine Million Menschen weltweit mit externen Lernangeboten in den Bereichen Nachhaltigkeit und Digitalisierung erreicht. Bis 2030 sollen es insgesamt drei Millionen sein.

Ethik, Governance und regulatorische Anforderungen

Als Grundlage für die Nachhaltigkeitsleistung nennt Siemens strenge ethische Standards und eine transparente Unternehmensführung. Ein besonderer Fokus liege auf Cybersicherheit und Datenschutz. Die sogenannten Zero-Trust-Prinzipien seien inzwischen bei rund 62 Prozent der relevanten Anwendungen umgesetzt – ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorjahr.

Mehr als die Hälfte der taxonomiefähigen Umsätze entspreche zudem den Anforderungen der EU-Taxonomie für Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft. Erstmals wurde der Nachhaltigkeitsbericht von Siemens nach den Vorgaben der EU-Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen, der Corporate Sustainability Reporting Directive, erstellt und als geprüfter Bestandteil des Lageberichts veröffentlicht. Ziel sei es, Nachhaltigkeitsleistungen transparenter und vergleichbarer darzustellen.

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