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Spatenstich bei GMN

Spatenstich bei GMN

Die GMN Paul Müller Industrie GmbH & Co. KG hat am 18. Mai 2026 den Bau einer neuen Produktionshalle für die Fertigung von Hochpräzisions-Kugellagern offiziell gestartet. Mit einem Investitionsvolumen von rund 28 Millionen Euro handelt es sich um die größte Einzelinvestition des Unternehmens in den vergangenen drei Jahrzehnten und zugleich um ein deutliches Bekenntnis zum Industriestandort Nürnberg.

Der Neubau entsteht am Stammsitz an der Äußeren Bayreuther Straße und ersetzt ein Produktionsgebäude aus dem Jahr 1932. Auf einer Bruttogeschossfläche von rund 8.650 Quadratmetern wird ein hochspezialisiertes Fertigungsgebäude errichtet, das gezielt auf die Herstellung von Hochpräzisions-Kugellagern ausgelegt ist. Bei voller Auslastung sollen dort künftig rund 85 Mitarbeitende beschäftigt sein.

Technisch setzt GMN auf modernste Standards: Eine schwingungsentkoppelte Bauweise sorgt dafür, dass die Fertigung unabhängig von äußeren Einflüssen – etwa der nahegelegenen Bahnlinie – erfolgen kann. Damit werden Fertigungstoleranzen im Submikrometer- bis Nanometerbereich möglich. Zusätzlich werden Temperatur und Luftfeuchtigkeit in engsten Grenzen reguliert, um maximale Präzision sicherzustellen.

Auch bei Logistik und Produktion setzt das Unternehmen auf Zukunftstechnologien. Die neue Fertigung wird stark automatisiert und durch effiziente interne Logistikprozesse, unter anderem mithilfe autonomer Transportsysteme, unterstützt.

Im Bereich Nachhaltigkeit plant GMN eine deutliche Reduktion des Energieverbrauchs um 15 bis 20 Prozent gegenüber dem Altbau. Die Energieversorgung soll überwiegend über Geothermie erfolgen, ergänzt durch eine Photovoltaikanlage mit rund 430 kWp sowie einen 200 kW Akkuspeicher. Zudem will das Unternehmen auf fossile Brennstoffe verzichten und stattdessen klimaneutral zertifizierte Fernwärme der N-ERGIE nutzen. Das Gebäude soll den KfW-Standard NH 40 für besonders energieeffiziente und nachhaltige Gebäude erfüllen.

Die Fertigstellung ist für Ende 2027 vorgesehen, der Umzug in die neue Produktion soll im ersten Quartal 2028 erfolgen. Geschäftsführender Gesellschafter Michael Lösch sprach beim Spatenstich von einem „historischen Tag“ für das Unternehmen. Die Investition sei ein „starkes Signal“ an den Standort Nürnberg, die Wettbewerber und die Belegschaft. Auch die Stadt Nürnberg begrüßte das Projekt. Wirtschaftsreferentin Dr. Andrea Heilmaier betonte die Bedeutung des Vorhabens für die industrielle Zukunft der Stadt und würdigte GMN als traditionsreiches und zugleich zukunftsorientiertes Unternehmen.

Äußere Bayreuther Str. 230
90411 Nürnberg
DEUTSCHLAND
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